Artenreiches und  verkehrsfreies Naherholungsgebiet erhalten!


Liebe Nachbarn, Anwohner, Interessierte und Unterstützer aus ganz Reutlingen, insbesondere Sondelfingen und Orschel-Hagen. Lassen Sie uns gemeinsam das stadtnahe, zu Fuß erreichbare verkehrsfreie Naherholungsgebiet mit den artenreichen Streuobst- und FFH-Mähwiesen „Bergäcker-Halden-II" für alle angrenzenden Bewohner, sowie ganz besonders den Kindern und ihrer Zukunft, erhalten!

 

Die Bürgerinitiative Sondelfingen.

Bildergalerie: Sondelfingen / Bergäcker-Halden-II

Wie alles angefangen hat....

Liebe Nachbarn und Bewohner eines ruhig gewachsenen Wohnquartiers,

die Stadt Reutlingen und der Bezirksgemeinderat Sondelfingen planen eine Großüberbauung der Streuobstwiesen mit ein oder zwei Durchgangsstraßen von der Roannerstraße zum neuen Kreisel an der Reichenbachstraße, obwohl Naturschutzverbände wie BUND seit zehn Jahren klar fordern: Die Gemeinden dürfen in den letzten ortsnahen Streuobstbeständen keine Bau- oder Gewerbegebiete mehr aufweisen! Das betroffene Gebiet sehen Sie auf dem Bebauungsplan vom 29.10.2015.

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Bebauungsplan
Bebauungsplan Bergäcker-Halden-II Sondel
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Diese Vorlage ist bei der Sitzung des Reutlinger Gemeinderates am 28.01.2016 und der Website der Stadt Reutlingen entnommen.


10,3 Hektar sollen am Rand von Sondelfingen mit 500 Wohneinheiten bebaut werden.

Es ist hier das letzte stadtnahe autofreie Naherholungsgebiet mit vielen Spazierwegen und einer wunderbaren Aussicht. Dies wird der hier wohnenden Bevölkerung genommen. Unter dem Vorwand des Zustroms von Flüchtlingen soll im Hau-Ruckverfahren eine Überbauung durchgepeitscht werden, obwohl die Stadt Reutlingen, nach eigenen Aussagen, das Wohnbauziel überfüllt hat! Zitat: „Im Jahr 2012 beschloss der Gemeinderat die Wohnbauoffensive 2025 mit der Maßgabe, jährlich 290 neue Wohneinheiten zu schaffen (GR-Drs 12/066/02). In den letzten Jahren wurde das jährliche Ziel nicht nur erfüllt, sondern deutlich überschritten. Der Bezirksgemeinderat hat das Bauprojekt bereits in der Sitzung vom 18.01.16 mit 5 von 11 Stimmen durchgewunken! 6 Mitglieder durften nicht abstimmen, da sie wegen Grundstückbesitzes im Plangebiet befangen waren! Anwohner wurden dazu nicht gehört. Im Gegenteil: es wird explizit darauf verwiesen, dass Zitat: „Der gültige Flächennutzungsplan stellt Wohnbauflächen und Flächen zur landwirtschaftlichen sowie eine geplante Hauptstraße (Umgehungsstraße) dar." Diese „Umgehungsstraße" ist jedoch in keinem Verkehrswegeplan (BVWP) seit 1973 bis heute (BVWP 2015) aufgetaucht. Offenbar ist sie weder projektiert, noch planfestgestellt. Sie hat es nicht in den BVWP geschafft und dient jetzt als Vorwand, den Durchgangsverkehr statt über die L378a durch unser Wohngebiet zu leiten.

Das Vorgehen erinnert an die Dietwegtrasse, die zur Zeit zwar storniert ist, jedoch in der Priorisierungsliste des BVWP 2015 steht. Somit ist damit zu rechnen, dass auch dieses noch verkehrsfreie Spaziergebiet bald dem Verkehr geopfert wird. Die Planungskonzeption verfolgt das Ziel, Zitat: „Die Erschließung für den motorisierten Individualverkehr kann über die Erweiterung der Ebne- und Rosnetstraße und der Straße im Bleicherlen erfolgen. Eine verkehrliche Anbindung des Gebietes an die Roanner Straße soll im Verfahren geprüft und erarbeitet werden." Spätestens wenn der Achalmtunnel eröffnet wird, wird sich der Verkehr Schleichwege durch unser bislang ruhiges Wohngebiet suchen! Da der Bebauungsplan (29.10.2105) über die Ortsgrenze von Sondelfingen hinausgeht, ist zu vermuten, dass die geplante Bebauung in Bezug auf Größe und Geschoßzahl (Stockwerke) an die hohen Wohnblöcke an der Roanner-/Nürnberger Straße angeglichen werden soll, zur Schaffung von Mietwohnungen im günstigen Preissegment. Die bestehende Bebauung jedoch sind vorwiegend eingeschossige Familienhäuser im höheren Preissegment, für diese könnte es zu einer deutlichen Wertminderung führen. In welchem Ausmaß ist nicht abzusehen, wenn auch noch der Durchgangsverkehr über Schleichwege vom und zum Achalmtunnel dazukommt.